Technik Infos rund um Qcells/Solax Wechselrichter und deren Clone. - Photovoltaikforum (2024)

Hallo,

in diesem Bereich sollen grundlegende Fallstricke bei der Installation aufgezeigt werden um die Funktionstüchtigkeit der Anlage von Anfang an zu gewährleisten.

Inhalt:

  1. Grundsätzliche Anschlusspläne
  2. Parallelbetrieb gleicher Modelle (hier Solax)
  3. Parallelbetrieb mit Fremdwechselrichtern
  4. Strings
  5. Solax-Wallboxen und umgelabelte Modelle
  6. Fallstricke

1. Grundsätzliche Anschlusspläne

  • Anschlussplan Solax-D Serie:

Hier bietet es sich an, je nach maximal Last im Haus und Größe des Wechselrichters, die gesamte Hausunterverteilung an den EPS-Ausgang des Wechselrichters zu hängen.

Bei dieser Variante ist Vorteil, das im EPS-Modus das Haus normal versorgt wird und der Anschluss einfach ist.

Für den Eventuellen Fehlerfall / Ausfall des Wechselrichters kann Zwischen Netz und Hausunterverteilung ein einfacher Umschalter eingebaut werden, der im Fehlerfall dann nur umgestellt werden muss.

Hier die Durchleitungsleistung der einzelnen Wechselrichtermodelle:

Wie man sieht haben die Modelle ab 10kW Leistung eine Durchleitleistung von 20kW, dies sollte in den meisten Fällen reichen.

Hinweis:

Sollte man sich unsicher sein oder mehr Leistung an der Haus-Unterverteilung verbrauchen, können Großverbraucher wie zum Beispiel eine oder mehrere Wallboxen, auch wie im Schaltplan aufgezeigt, an der Grid-Seite eingeschliffen werden.

Wichtig ist, dass alle Verbraucher vom Wechselrichter aus kommend vor den CT-Klemmen/ dem Smartmeter eingeschliffen sind, um dem Wechselrichter und dem Monitoring ermöglichen zu können, richtig zu arbeiten.

  • Anschlussplan Solax-D Serie (mit einfacher Matebox) :

Hier wird die einfache Matebox verbaut und nicht die Advanced. (die Advanced hat ein Smartmeter integriert)

Hinweise:

Hier ist darauf zu achten, dass die maximale Ein/Ausgangsleistung bei 32A also 22kW liegt. Sollten größere Verbraucher vorhanden sein, sind diese wie im Schaltbild vor der Matebox einzuschleifen !

Die Matebox Basic hat folgende Technische Daten:

  • Anschlussplan Solax-M Serie (mit advanced Matebox) QCells Q.VOLT HYB-G3-3P:

Anschlußplan der Matebox:

Hier gibt es 2 Versionen!

Version 1

Version 2

Hinweis:

Aufgrund vermehrt auftretender Fehler bis hin zum Defekt des Wechselrichters sein noch einmal direkt darauf hingewiesen:

Besonderes Augenmerk ist auf die Trennung der N-Leiter der Wechselrichterseite zwischen EPS und Grid - Seite am Klemmbock zu richten !

Hier wird von den Elektrikern sehr gern der freie Platz zwischen Grid und Off-grid Platz mit genutzt (eingekreist), es ist darauf zu achten das hier richtig geklemmt wird.

Grundsätzlich muß der Gridseitige Anschluß (sowohl vom Wechselrichter, als auch vom Netz kommend) allpolig vom Off-grid / EPS getrennt sein !

Die Aussage mancher Elektriker das dies nix zu sagen hat ist schlicht falsch und zeugt eher von Inkompetenz als von Fachwissen.

Die jeweiligen Schaltpläne sind im Deckel der Matebox abgebildet !

Bei der Matebox Advanced liegt die Durchleitungsleistung bei 63A also 43kW, hier kann also die Gesamtleistung eines normalen Hauses durch die Box geleitet , also an den Load alle Verbraucher angeschlossen werden.

Wird eine Matebox verwendet muss in den erweiterten Einstellungen unter "External ATS" die Option aktiviert werden !!!

Dabei wird das Durchschleifen von Grid auf die EPS-Seite des Wechselrichters (speziell der D-Serie) deaktiviert und damit erst die externe Umschaltung möglich.

Erfolgt diese Einstellung nicht, findet ein wildes hin- und herschalten der Matebox (Schütze) von Grid auf EPS und zurück statt!

Technische Daten:

Zur Information , es scheint noch eine andere Matebox im Umlauf zu sein , diese hat auf der Batterie-Seite maximal 500V Anschlußleistung, eine Dokumentation ist bisher nicht auffindbar.

2.Parallelbetrieb gleicher Modelle (hier Solax)

Hier wird der Slave vom Master gesteuert.

  • Anschlussplan für den Parallelbetrieb der Solax-D Serie:

Hierzu ist anzumerken das es 2 Varianten zum Anschluß gibt.

1. Variante: hier abgebildet mit X3-Parallelbox:

Im folgenden Plan ist sehr schön zu sehen, das die Parallelbox letztendlich nur eine "aufgeblasene" Matebox ist:

Hier auch die offizielle Variante von QCells mit Parallelbox:

Hinweis:

Es gibt eine Parallelbox für bis zu 6 und eine für bis zu 10 Wechselrichter.

Die Grid-Distribution Box ist im Prinzip eine Kleine UV mit Klemmsteinen, ob man sie kaufen muss ist jedem selbst überlassen.

Weiterer Hinweis für eine Kaskade mit mehr als 2 Wechselrichtern:

Werden mehr als 2 Wechselrichter also 3+ parallel geschaltet muß am letzten Wechelrichter die Einstellung gesetzt werden, ansonsten werden Fehler auftreten.:

2. Variante: hier ohne X3-Parallelbox:

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Ich habe folgenden Schaltplan selbst erstellt, damit man das System erkennt.

Hinweis:

Diese Variante würde ich für den "normalen" Haushalt empfehlen.

Wichtig: Der Master wird in den erweiterten Einstellungen als Master definiert, die Slaves (egal ob einer oder mehrere) erkennen dann automatisch ihre Betriebsart.

Bei beiden Varianten ist am Slave eine Batterie keine Voraussetzung für den EPS-Modus.

Es reichte die Batterie am Master.

Für schnelles Umschalten in den EPS-Modus muß ab der Firmware Version 1.33/1.31 die Option Superbackup unter Advanced->EPS-Settings auf aktiv gesetzt werden.

Sollten größere Hauslasten als die Leistung die durch beide Wechselrichter geht, gebraucht werden, müssen diese Verbraucher wieder wie in den ersten Schaltbildern zu sehen, auf der Netzseite eingeschliffen werden.

(Ob das nötig ist sei dahin gestellt, bei 2 Wechselrichtern ab 10kW Leistung gehen durch beide WR summiert 40kW Leistung , im allgemeinen reicht das.)

3.Parallelbetrieb mit Fremdwechselrichtern

Hier wird der Fremdwechselrichter nicht vom Master gesteuert.

Varianten ohne zusätzliches Smartmeter, diese Vorgehensweise ist nicht offiziell, funktioniert aber tadellos.

Bei den folgenden Varianten braucht kein zweites Smartmeter installiert werden, die Steuerung läuft normal über den "Master" - Wechselrichter.

Der Einfachheit halber bevorzuge ich diese Installation.

Nachteil ist das im Monitoring die Erzeugung des Fremdwechselrichters nicht richtig erfasst wird (Einspeisung muss allerdings richtig sein, nur der Hausverbrauch ist betroffen, so lange der Fremdwechselrichter Strom produziert), weil ja die reale Produktion des Fremdwechselrichters im Monitoring nicht mit erfasst wird.

Außnahme ist, wenn der Fremdwechselrichter von Solax ist, dann saldiert die Cloud die Werte korrekt.

Eigener Schaltplan von mir erstellt Basis ist der Solax X3 Hybrid:

Hinweis:

Auch hier ist es so, sollten größere Hauslasten als die Leistung die durch den Wechselrichter geht gebraucht werden, müssen diese Verbraucher wieder wie in den ersten Schaltbildern zu sehen auf der Netzseite eingeschliffen werden.

Eigener Schaltplan wurde von mir erstellt. Basis ist der Q.VOLT HYB-G3-3P HYBRID:

Hinweis:

Das Einschleifen des Fremdwechselrichters erfolgt außerhalb der Matebox, hier wird die Netzseite des QCells mit dem Fremdwechselrichter parallel geschaltet und dann der gemeinsame Strang in die Matebox geführt.

Varianten mit zusätzlichem Smartmeter, diese Vorgehensweise ist offiziell.

Variante von Solax:

Variante von QCells:

Hinweis:

Die zweiten Smartmeter werden bei QCells und Solax unterschiedlich eingebunden, dies sollte beachtet werden.


Werden 2 Smartmeter verbaut muss dies am Wechselrichter eingestellt werden , unter Meter wird external GEN aktiviert.

Am zweiten Smartmeter muss dann Adresse 2 eingetragen sein .

Hier gibt es neu noch eine Variante von Solax:

Bei dieser Variante wird der 2te Wechselrichter an die EPS-Seite gehangen und kann damit auch im Notstromfall mit verwendet werden.

Dieser Schaltplan ist nur für die Generation G4 fort folgend gültig !

Bei dieser Anschlußvariante ist zu beachten:

Link zu Solax

Hier ist entscheidend das der 2te WR Leistungstechnisch nicht größer als die Leistung des EPS-Ausganges des Hybriden ist und das der Wechselrichter anhand einer Frequenzerhöhung abschaltet.

4.Strings

Hier soll es um die Grundlegende Auslegung von Strings und den Aufbau von parallelen Strings gehen.

Hier als Beispiel die Technischen Daten der Generation 4.2 der Solax Wechselrichter.

Also was sagt uns dieses Datenblatt ?

1. Maximal empfohlene Gleichstromleistung: Hier wird angegeben wieviel Leistung durch die MPPT verarbeitet werden können. Eine Überbelegung ist trotzdem möglich!

2. Max. Gleichspannung: Hier wird angegeben welche Maximalspannung pro String anliegen darf. Hier ist die Leerlaufspannung des Strings bei NAT (NormAußenTemperatur) entscheidend, da mit sinkender Temperatur eines Moduls seine Spannung steigt.

Bei Überschreitung droht ein Defekt des Wechselrichters !

3. Nenn-Betriebsspannung: Die Nennbetriebsspannung ist die optimale Betriebsspannung pro String, bei dem der Wechselrichter dann beim Umwandeln des Gleichstromes in Wechselstrom am effizientesten arbeitet.

Man sollte also bei der Stringplanung probieren so nah wie möglich an diesen Wert zu kommen, sollte das nicht gelingen ist dies aber auch kein Beinbruch!

4. Betriebsspannung typisch: Dieser Bereich ist der Arbeitsbereich pro String, bei dem der Wechselrichter arbeiten kann.

5. Max. Eingangsstrom: Hier ist darauf zu achten das die Module insbesondere bei paralleler Verschaltung nicht zu sehr über die Werte hinaus gehen, weil diese Leistung sonst nicht verarbeitet werden würde.

6. Max Kurzschlussstrom: Dieser Wert darf auch bei paralleler Verschaltung nicht überschritten werden ! Bei Überschreitung droht ein Defekt des Wechselrichters

Bei den größeren Wechselrichtern haben die Eingänge unterschiedliche Kurzschlußströme, dies ist zu beachten.

7. Start-Ausgangsspannung: Die Benamung ist etwas ungünstig gewählt, gemeint ist die Startspannung ab dem die MPPT anfangen zu arbeiten. (Im Betrieb kann der MPPT auch weiter unten arbeiten (180-950V), zum Starten werden aber 200V benötigt.

8. Anzahl MPPT-Tracker: Hier sollte klar sein was gemeint ist .

9. Stränge pro MPPT-Tracker: Hier sind die möglichen Strings pro MPPT gemeint. Bei den größeren Wechselrichtern ist der MPPT A mit 2 Stings belegbar, diese werden im Gerät parallel geschaltet.

So, dann mal zu den Grundlagen:

Strings:

Grundlegend sollte man wissen was eine Parallelschaltung und was eine Reihenschaltung ist.

Auch Sollte bekannt sein das bei hohen Modultemperaturen die Spannung fällt und bei niedrigen Temperaturen steigt.

Da es hier auch in der Wissensdatenbank hinterlegt ist:

Wie verschalte ich meine PV Module am besten? - Photovoltaikforum

Hier wird auch für den Einsteiger gezeigt wie die Schaltungen aussehen.

Okay , was ist zu beachten?

1. Aussage: String immer so lang wie möglich.

Warum ist dem so ?

Weil die Wechselrichter mit höherer Spannung (ideal wie oben zu sehen 630V) effizienter laufen.

Außerdem wird bei Schatten und Schattenmanagement das jeweils verschattete Modul ausgeblendet, das heißt das die Spannung des verschatteten Modules fehlt.

Ist der String also relativ kurz und mehrere Module sind verschattet könnte es sein das die Spannung unter das Minimum fällt und dadurch fällt der String aus.

merke: Je mehr Verschattung je länger der String !

(Beachtung der Leerlaufspannung bei NAT darf nicht außer acht gelassen werden !)

2. Aussage: Ausrichtungen im String nicht mischen. (Hier ist die Reihenschaltung gemeint!)

Warum ist dem so ?

Ein Solarmodul stellt am meisten Energie zur Verfügung wenn die Sonne im 90° Winkel auf die Module scheint.

Werden in einem String unterschiedliche Ausrichtungen gemischt kann der MPPT nicht den optimalen Arbeitspunkt finden.

Logisch, da wir nur eine Sonne haben, wird diese nicht zeitgleich aus mehreren Richtungen einstrahlen können, sprich eine Dachseite/Ausrichtung wird einen höheren Strom produzieren können als die Andere.

Dadurch kommt es dazu das bei gemischtem String ein Missmatch entsteht und das schwächste Modul, den restlichen String ausbremst.

3. Unterschiedliche Dachneigungen in einem String.

Bei unterschiedlichen Dachneigungen kann es je nach Stringlänge auch sinnvoll sein, einen String bei leicht unterschiedlicher Dachneigung zusammen zu fassen, wenn ansonsten kein sinnvoller String gebildet werden kann.

Beispiel wäre hier ein Dach mit Gaube, wenn sich die Dachneigungen bis zu 15° unterscheiden, würde ich hier zum Beispiel bei 9 Modulen auf einen Dach mit 30°DN und einer Gaube mit 15°DN und 5 Modulen einen String bilden.

Hier noch ein Beispiel.

Technik Infos rund um Qcells/Solax Wechselrichter und deren Clone. - Photovoltaikforum (17)

In diesem Fall kann man auch überlegen die komplette Seite in einen String zu nehmen.

Bei sehr kleinteiligen Anlagen (viele verschiedene Dachneigungen und Ausrichtungen) sollte man Richtung Solaredge / Tigo / Huawei-Optimierer oder Modulwechselrichter gehen.

Hier sind Anlagen angesprochen deren einzelne Dachneigungen und Ausrichtungen keine Strings länger als 6-7 Module zulassen.

Bei längeren Strings kann man wieder eher Richtung normalem Stringwechselrichter ohne Optimierer gehen, auch die Anzahl der Flächen ist entscheidend weil die Meisten Wechselrichter "nur" 2 MPPT haben und sich daher manche Dächer nicht ohne weiteres mit einem Wechselrichter abbilden lassen.

Solaredge/Optimierer(egal Welche) und Modulwechselrichter sind in den meisten Fällen teurer und natürlich können auch mehr einzelne Teile ausfallen, daher wird wirklich nur in notwendigen Fällen zu dieser Variante geraten.

3. Unterschiedliche Ausrichtungen in einem String.

Unterschiedliche Ausrichtungen in einem String sind grundsätzlich zu vermeiden.

Hat man keine andere Wahl sind wir wieder (siehe Dachneigungen) bei Solaredge/Tigo/Huawei (hier sind Optimierer gemeint) und Modulwechselrichtern.

Haben wir Unterschiedliche Ausrichtung mit gleicher Dachneigung und gleich langen Strings kann es sinnvoll sein die Strings am Wechselrichter auf einen MPPT parallel zu schalten, so es der Wechselrichter verträgt. (Weil ja bei Parallelverschaltung sich der Strom summiert.)

Warum ist es Sinnvoll ?

Ganz einfach, da wir nur eine Sonne haben können nicht beide Dachflächen gleichzeitig voll beschienen werden, das bedeutet der Wechselrichter wird gleichmäßiger über längere Zeit ausgelastet und nicht nur wie zum Beispiel bei einem Südstring nur zur Mittagszeit.

Außerdem können wir im Rahmen der technischen Spezifikation des Wechselrichters den MPPT deutlich Überbelegen ohne das viel abgeschnitten wird, da ja nicht beide Dachseiten zeitgleich produzieren.

Beispiel wäre hier ein typisches Ost/West Dach mit meinetwegen je 17x 425W Modulen pro Seite.

Voraus gesetzt die Dachneigung ist nicht zu flach. ( weil je flacher das Dach desto näher sind die Leistungen beieinander)

Wir hätten in diesem Fall Pro Seite (17*425) 7225 Wp Leistung, bei 2 Stings parallel also 14450 Wp.

Laut Datenblatt können die 12/15 kW Wechselrichter auf MPPT A 11000W verarbeiten.

Weil wir aber eine Parallelschaltung haben und die Dachflächen nicht gleichzeitig beschienen werden können, werden wir auch nicht über die maximale MPPT Leistung kommen.

Auch würde der Wechselrichter keinen Schaden nehmen, wenn wir über 11000 W Gesamtleistung kommen würden, weil dann der WR aus dem optimalen MPPT fährt und einfach nur nicht mehr Leistung verarbeiten kann .

Wenn der MPPT aus dem Optimum fährt sieht das so aus:

Ost West kurve sieht so aus:

Dieses Beispiel ist von einer 10kWp - Anlage mit 45°DN Ost/West.

Wichtig ist hier immer das wir innerhalb der Spezifikationen zu Leerlaufspannung und Kurzschlußstrom bleiben.

Sollte jemand noch Fragen haben, die in diesen Bereich gehen bitte eine PN an mich , dann nehme ich diesen Punkt noch hier mit auf.

5.Solax-Wallboxen und umgelabelte Modelle

Es gibt die Solax/Qcells Wallboxen als Version mit vor konfektioniertem Ladekabel und mit Buchse.

Für den Anschluß ist es unerheblich, der ist gleich, der Flexibilität wegen würde ich aber die Version mit der Buchse verwenden.

Das hat zum einen den Vorteil, dass das Kabel eigenständig unkompliziert getauscht werden kann und man auf diese Weise auch ohne Probleme einen Wechsel von 3 auf 1 phasiges Laden (bei kleiner Anlage/Winter/Schlechtes Wetter etc.) vornehmen kann.

Wird 1 phasig geladen kann bei der 22kW WB von 6A (1380W) bis 32A (7.360W) geregelt werden bzw. die Steuerung regeln.

In diesem Besonderen Fall ist in Deutschland wegen Schieflast am Hausanschluß 20A (4600W) als Begrenzung vorgegeben, außer man läßt sich die 32A vom VNB genehmigen.

Wird 3 phasig geladen kann bei der 22KW WB von 6A (4140W) bis 32A (22080W) geregelt werden.

Was die jeweiligen Fahrzeuge können sollte der Besitzer wissen, mit einer 22KW Wallbox kann man aber meiner Meinung nach am wenigsten Fehler machen , denn haben ist besser als brauchen und weniger Leistung geht immer.

Von Solax sind folgende Wallboxen zu finden:

Die Bezeichnungen der Boxen unterscheiden sich in Solax EVC xxkW SXH und Solax EVC xxkW PXH .

Die SXH ist die Version ohne Kabel, also mit Buchse, die PXH ist mit Kabel und festem Stecker.

Der Stromseitige Anschluß der Wallbox erfolgt normal an der Grid-Seite des Wechselrichters , bei den Versionen mit Matebox Advanced normal an der Load-Seite.


Für die Regelung der Wallbox können entweder die beiliegenden CT-Klemmen verwendet werden oder die Wallbox mit dem Wechselrichter über die COM-Schnittstelle verbunden werden. (Bei Wechselrichtern im Parallelbetrieb erfolgt der Anschluß der Wallbox an den letzten Slave WR.)

Wichtig, an der Wallbox muss in den Einstellungen entweder Inverter oder CT ausgewählt werden, je nachdem was benutzt wird.

Die Kommunikation mit dem Wechselrichter ist zu bevorzugen, da dann auch de Ladestand der Batterie und deren Leistung etc, während des Ladens berücksichtigt wird.

hier passend dazu noch ein Screenshot für die zu verwendenden Anschlüsse bei den verschiedenen Wechselrichtern:

Einstellungen bitte folgendermaßen setzen:

Nach der Installation und der Inbetriebnahme wird die Ladestation auch in der App/Cloud mit angezeigt und ist darüber bedienbar:

Weitere Erläuterungen erspare ich mir hier jetzt , dafür gibt es das Handbuch.

Von QCells gibt es die oben gezeigten Wallboxen ebenfalls und zusätzlich noch den Q.HOME EDRIVE-G1. Bei dieser Wallbox handelt es sich um einen umgelabelten Go-E Charger. Dieser kann gesteuert werden, zum Beispiel über die openWB Software auf einem RPI. Dies am Rande erwähnt, weil die meisten User mit Technik wenig zu tun haben wollen. Daher hier nur als Randnotiz.

Für die "normalen" Solax/QCells WB´s sei gesagt, dass diese nicht über einen Phasenumschaltung verfügen.

(Hier ist dann die Steckervariante von Vorteil, weil hier 1/3 phasiges Laden möglich ist.)

Beim GO-E Charger ist bei den neueren Versionen eine Phasenumschaltung möglich, ob die als QCells verkauften Boxen dieses Feature beherrschen ist in der Anleitung nicht ersichtlich.

6.Fallstricke

In 99% der Fälle in denen des System nicht richtig funktioniert ist die Installation fehlerhaft.

Die Schaltpläne oben sind eindeutig, daher gehe ich auf den elektrischen Anschluß nicht näher ein.


Was ist also zu beachten ?

  1. Werden CT-Klemmen verwendet müssen diese Phasengleich angeschlossen werden !Auf den Klemmen ist R/S/T aufgedruckt, dies entspricht L1/L2/L3 des Wechselrichters.
    Auf den CT´s ist ein Pfeil aufgedruckt, dieser muss Richtung VNB-Zähler zeigen.

    Sollte es Probleme geben kann der Adapter defekt sein, sollte alles Andere richtig angeschlossen sein, kann und sollte man diesen tauschen,
    diesen Fehler hatte ich auch schon.

    Auch sollte die Belegung überprüft werden:

    Da je nach Auslieferungszustand die CT´s zum Adapter nochmal Steckkontakte haben können die Klemmen am Adapter falsch gesteckt werden , auch dies ist auszuschließen.

    Wenn bereits die neueste Firmware installiert ist (was meist nicht der Fall ist) , kann in den erweiterten Einstellungen unter CT/Meter ein CT-Test durchgeführt werden , der WR fährt dann eine Prüfroutine und ordnet die CT´s den Phasen richtig zu, spätestens mit diesem Test sollten die gemessenen Werte stimmen.

  2. Beim Smartmeter ist es ebenfalls so , das L1/L2/L3 vom Smartmeter den Phasen des Wechselrichters entsprechen müssen.
    Beim DTSU666 kann es sein, das dieser Eingestellt werden muss, der zu wählende Code ist 701.

    Set drücken bis Code erscheint: Technik Infos rund um Qcells/Solax Wechselrichter und deren Clone. - Photovoltaikforum (28)

Set drücken und wenn 699 erscheint die Pfeiltaste -> betätigen bis 701 erscheint Technik Infos rund um Qcells/Solax Wechselrichter und deren Clone. - Photovoltaikforum (29) anschließend mit SET bestätigen.

Adresse sollte auf 1 stehen, außer wenn das Smartmeter für einen 2.ten WR bestimmt ist , dann auf Adresse 2, Baudrate ist 9600 .

Hier ein Video, die Einstellung für den Code ist dort zu sehen, diese Version ist der DTSU 666 mit CT´s, also nicht verwirren lassen , die Code-Einstellung ist die gleiche, den Anschluß und die Einstellungen für die dort angeschlossenen CT´s kann man ignorieren.

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Beim SDM630V2 sind keine Einstellungen nötig , dort kann man Baudrate und Adresse kontrollieren , er sollte aber richtig eingestellt sein.

Weil es gerade wieder Thema war und es immer wieder vorkommt:

Zwischen Wechselrichter Grid und dem Hausanschluß gehört kein FI-Schalter!

Sollte dieser zwingend vorgegeben sein, muss ein 0.3A oder größerer FI gewählt werden, beim einfachen FI mit 0,03A passiert es sonst des Öfteren, dass dieser beim Netztest (den der Wechselrichter täglich bei beginnender Produktion ausführt) der FI fliegt !

So , wir sind erstmal am Schluss angekommen, ich hoffe es war hilfreich, ergeben sich noch neuere Tipps reiche ich diese natürlich nach.

04/2024: Neues Solax X3 G4.4 Handbuch: https://www.solaxpower.com/upl…series-user-manual-de.pdf

03/2024: EPS Box link https://gbc-solino.cz/wp-conte…L_SOLAX_X3_EPS_BOX-DE.pdf

12/2023 : Handbuch mit Changelog / V04

09/2023

aktuelle Handbücher bei Solax in der KB mit Changelog / leider hat Solax die KB neu sortiert.
Dokumente mit Revision nicht mehr zu finden.

Infos zu RCD

————-

Qcells Downloadbereich (q-cells.de) (Hier können sämtliche QCells betreffende Anleitungen geladen werden.

KB neu Solax

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Author: Cheryll Lueilwitz

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